Fallstudie über Viridis Carbon wurde auf der ABM Week 2025 vorgestellt
28.11.2025 - Von Paula Pomaro, Ingenieurin für Energieeffizienz
Die Dekarbonisierung der Stahlindustrie ist unerlässlich für die Erreichung globaler Klimaziele, da der Sektor für etwa 9 % der anthropogenen CO₂-Emissionen verantwortlich ist. Mit Instrumenten wie dem CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) der Europäischen Union ist Kohlenstoff nicht mehr nur ein Umweltindikator, sondern erhält einen finanziellen Wert, was sich direkt auf die Wettbewerbsfähigkeit und die strategischen Entscheidungen der Unternehmen auswirkt.
Obwohl die Reduzierung von Emissionen oft Kapitalinvestitionen erfordert, ermöglichen digitale Tools, die Betriebsdaten und Emissionen in hoher Auflösung verfolgen können, die Identifizierung kostengünstiger Minderungsstrategien. Viele dieser Erkenntnisse resultieren aus einfachen Anpassungen in Produktionsprozessen oder der Betriebsstandardisierung, die Emissionen und Kosten erheblich senken können. Vetta behandelte dieses Thema auf der ABM Week 2025 und präsentierte Ergebnisse, die zeigen, wie die Digitalisierung die Reduzierung von Emissionen und Kosten vorantreiben und Betriebsdaten in konkrete Effizienz- und Wettbewerbsvorteile umwandeln kann.
Fallstudie: Die Auswirkungen der Betriebsvariabilität
Die Studie analysierte den Product Carbon Footprint (PCF) von Stahlprodukten, die über sechs Monate in einem Elektrolichtbogenofen (EAF) hergestellt wurden, unter Verwendung von Daten von Viridis Carbon, das Emissionen gemäß dem GHG Protocol und ISO 14067 berechnet.
Die Emissionen der Scopes 1, 2 und 3 wurden erfasst und jeder Schmelze individuell zugeordnet, was die Identifizierung signifikanter PCF-Schwankungen zwischen verschiedenen Stahlfamilien und -güten ermöglichte. Es wurde eine Korrelation zwischen hohen PCF-Werten und geringen metallischen Ausbeuten beobachtet. Dies führte zur Simulation von Szenarien, in denen alle Schmelzen die durchschnittliche Ausbeute und die sogenannte „Golden Batch“ erreichten.
Diese Analyse zeigte, dass Betriebsoptimierungen – wie die Steigerung der metallischen Ausbeute – Emissionen und CBAM-assoziierte Kosten senken können, was das Potenzial digitaler Tools zur Identifizierung von Effizienz- und Kohlenstoffminderungsgelegenheiten in der Stahlproduktion belegt.
Szenariosimulationen zeigten das Einsparpotenzial:
Durch die Verfolgung des PCF auf der Ebene des Fertigungsauftrags ist es möglich, die Auswirkungen betrieblicher Variablen auf die Umweltleistung und die Regulierungskosten präzise zu identifizieren und zu quantifizieren. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Emissionsverfolgung in hoher Auflösung und zeigen, dass die Integration digitaler Tools in Produktionssysteme wesentlich ist, um das Kohlenstoffmanagement auf der gleichen Ebene wie Energie- und Produktionseffizienzkennzahlen in die Industriestrategie zu integrieren.
Vetta und die Zukunft des Emissionsmanagements
Die Präsentation von Vetta bekräftigt, dass das Kohlenstoffmanagement ein strategischer Bestandteil des Industriebetriebs sein muss, ebenso wie die Energieeffizienz. Digitale Tools wie Viridis Carbon sind für diesen Wandel unerlässlich und ermöglichen es Unternehmen der Stahlbranche, Emissionen in ihre Leistungsanalysen zu integrieren und fundiertere sowie wettbewerbsfähigere Entscheidungen zu treffen.
Machen Sie das Kohlenstoffmanagement zu einem Wettbewerbsvorteil! Sprechen Sie mit unseren Experten und erfahren Sie, wie die Viridis Carbon Plattform Ihrem Unternehmen helfen kann, Kosten zu senken, Abläufe zu optimieren und globale regulatorische Anforderungen zu erfüllen.